Stauden: 1001 Möglichkeiten

Im GRÜNZEUX-Garten findet sich eine Vielzahl von Stauden (und Gräser), hier zeigt sich der "Jäger und Sammler" in mir. Es gibt fast keine Staude, der ich nicht irgend etwas Positives abgewinnen könnte und die ich aus irgendeinem Grund ausprobieren möchte.

Zugegeben: Selbst eine pflegeleichte Staudenrabatte macht immer noch Arbeit. Doch bei einer sinnvollen Auswahl von langlebigen und standortgerechten Stauden pendelt sich im Laufe der Jahre ein immer harmonischeres Gleichgewicht ein und die Beete werden von Jahr zu Jahr schöner. 

Zugleich bilden Stauden auch das Gerüst für die Farbenvielfalt im Gartenjahr. Kein ausklingender Winter ohne Christ- und Lenzrosen. Kein Frühjahr ohne die unzähligen Veilchen und Primeln, das Lungenkraut, die Blüten der Elfenblumen oder den Austrieb der sortenreichen Funkien. Die Kuhschelle und so zarte Gebilde wie die Kabschia-Steinbreche erscheinen noch vor den zahlreichen Zwiebelpflanzen. 

 Im April und Mai läuten Schwertlilien und später auch die Wieseniris eine der schönsten Jahreszeiten ein.

In diese Zeit fallen auch viele schöne Storchschnäbel, Mohnsorten ...

... und natürlich auch die Pfingstrosen.

Und mit Blick auf den Steingarten bitte jetzt nicht die vielen schönen kleinen Polsternelken vergessen.

Und dann öffnen sich auch schon die Rosen, natürlich auch wieder begleitet von Stauden wie den vielen Glockenblumen, dem Staudensalbei, der Katzenminze und zahlreicher Ehrenpreise. Und natürlich nicht den Rittersporn zu vergessen. Auch Semperviven und Sedum sollen für diese Jahreszeit genannt werden, deren imposante Blütenstengel sich im Juni zahlreich in die Luft strecken.

Lavendel sollte jetzt natürlich auch nicht fehlen, auch wenn er nicht zu den klassischen Stauden zählt. Wo wir schon bei den trockenen und mageren Standorten angekommen sind: Thymian, Oregano und Salbei sind nicht nur wohlschmeckende Kräuter, sondern auch hervorragende Stauden für den Frühsommer - gleiches gilt auch für die Anis-Agastache.

Im Juli blühen die ersten Phloxe und als besonderes Highlight die Taglilien, die jetzt ihre Hochphase haben.

Auch die Funkien zeigen neben den schönen Blättern nun auch tolle  Blüten. Weiterhin der Sonnenhut (egal ob Echinaceae oder Rudbeckia), der Schneefelberich, die tollen Monarden, das Mädchenauge und die Schafgarben. 

 

Es folgen die ersten Sommerastern, Margeriten und die frühen Sonnenbräute oder Silberkerzen. Man merkt es, langsam wechseln wir in den Herbst und erleben noch einmal ein wahres Blüh-Feuerwerk: Unzählige Herbstastern, der sehr giftige Eisenhut, am Teich der mannshohe Purpurdost.

Dann die vielen schönen Herbstanemonen, die hohen Sedum-Sorten, die Silberkerzen und immer wieder die Herbstastern. Hier gibt es übrigens Sorten, die bis spät in den November blühen.

Habe ich was vergessen? Mit Sicherheit. Aber ich hoffe, ich konnte ein klein wenig deutlich machen, warum Stauden in einem abwechslungsreichen Garten für jede Jahreszeit einfach unverzichtlich sind. 

  

"Stauden sind Blumen, die im Winter aus scheußlichem Gestrüpp bestehen oder gar nicht vorhanden sind, falls man nicht in der Erde nachwühlt. Bei einem Mindestmaß an Freundlichkeit blühen sie jedes Jahr wieder. Hat man sie lieb,
bedanken sie sich überschwenglich."
Karl Foerster (1874-1970
)

.